Echte Perlen: Der Schmuck der Natur

Eine Perle entsteht, wenn ein Fremdkörper, zum Beispiel ein Sandkorn, in eine Muschel eindringt. An der Innenseite der Außenschalen einer Muschel befindet sich das sogenannte Epithelgewebe, das in der Lage ist Perlmutt zu produzieren. Befindet sich ein Fremdkörper in der Muschel, so wird dieser, in einer Art Abwehrreaktion, mit Epithelzellen umschlossen und somit mit Perlmutt umhüllt. Das Einhüllen der Fremdkörper mit Perlmutt ist ein sehr langsamer Prozess. Bis eine Perle die Größe einer Erbse besitzt, können 10 bis 15 Jahre vergehen. Deshalb sind Perlen auch so teuer.
Mittlerweile haben Züchter die Abwehrreaktion der Perlen produzierenden Muscheln kultiviert. Sie bringen absichtlich Fremdkörper in die Muscheln ein und ernten dann nach gegebener Zeit die Perlen. Diese Perlen sind aber im streng genommenen Sinne keine echten Perlen. Als echte Perlen dürfen nur solche bezeichnet werden, die ohne menschliches Zutun und auf absolut natürlichem Wege entstehen. Solche Perlen werden deshalb als Naturperlen bezeichnet und tragen auch oft den Namen „Orientperlen“. Echte wie auch Zuchtperlen erkennt man an der unebenen Oberfläche. Viele wenden zur Überprüfung den sogenannten Zahntest an. Hierbei wird mittels leichten Darübergleitens der Schneidezähne über die Perle festgestellt, ob kleine Unebenheiten an der Perlenoberfläche bestehen. Rutschen die Zähne dabei ab, ist die Perle nicht aus Perlmutt.
Besitzt man Perlenschmuck, so gibt es einige Regeln, die man befolgen sollte, um den teuren Zierrat vor Beschädigungen zu schützen. So sollte der direkte Kontakt mit Deos, Haarsprays, Parfüms und auch Haushaltsreinigern tunlichst vermieden werden. All diese Produkte greifen die Oberfläche der Perle an und können hässliche Verfärbungen hervorrufen. Nach dem Tragen sollte der Schmuck mit einem weichen, feuchten Tuch gereinigt werden. Perlen sind immer in einem Stoffbeutel oder weichen Tuch aufzubewahren, denn durch den unmittelbaren, ungeschützten Kontakt mit anderen Schmuckstücken könnten sie schnell verkratzen.
© Vitalij Geraskin – Fotolia.com